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Windenergie, Server, Endgeräte

Energiebedarf von Websites senken

Das Internet verursacht einen spürbaren Teil der weltweiten CO₂-Emissionen, auch wenn wir davon im Alltag wenig sehen. Natürlich trifft die Server-Betreibenden eine große Verantwortung, auf erneuerbare Energien zurückzugreifen. Aber auch bei der Webentwicklung kann durch bestimmte Techniken der Energieverbrauch reduziert werden.
Dienstag, 15. August 2023

Wie viel Energie eine Website tatsächlich verbraucht, hängt auch vom Endgerät, der Internetverbindung und dem Hosting ab. In der Entwicklung lässt sich vor allem beeinflussen, wie viele Daten übertragen und verarbeitet werden müssen.

Schnell die gewünschten Informationen im Internet zu finden, verbessert nicht nur das Nutzungserlebnis, sondern kann auch den Energiebedarf senken. Interaktionen, die aus einer unklaren Userführung entstehen, verbrauchen zusätzliche Energie auf Endgeräten und Servern. Ein gutes Zusammenspiel von SEO, UX und Code hilft, unnötige Klicks und Seitenaufrufe zu vermeiden.

Auch mit dem bewussten Einbinden von Bildern, Videos und Skripten lässt sich Energie sparen. Bilder sollten nicht in unnötig hoher Auflösung oder unkomprimiert in eine Website eingebunden werden. Möglicherweise ist ein Bild für die Vermittlung bestimmter Inhalte überhaupt nicht wichtig oder nur ein Effekt, der ebenfalls mit SVG oder gar nur CSS umgesetzt werden könnte. Folgende Fragestellungen sind bei der Einbindung von Bildern, Videos, Skripten hilfreich:

  • Benötige ich das wirklich?
  • Und wenn ja, kann das auch mit anderen Methoden erreicht werden?
  • Und wenn nein, kann das Datenvolumen reduziert werden?

Abgewogen werden sollte auch, ob Tracking-Tools (Google Analytics oder Matomo) genutzt werden. Sollen nur Daten gesammelt werden? Oder gibt es eine nachgelagerte Strategie, derartige Daten auszuwerten und Rückschlüsse daraus zu ziehen, welche zu Optimierungsmaßnahmen an der Website führen könnten?

Nicht optimal umgesetzter Code kann auch zu erhöhter Datenlast führen. Läuft die Website mit schlankem Code, hat das neben dem geringeren Energiebedarf weitere Vorteile: Die Website lädt schneller und lässt sich künftig einfacher pflegen und erweitern.

Bei der Wahl des Hosting-Anbieters lohnt sich ein Blick darauf, ob er Strom aus erneuerbaren Energien nutzt.

Das Internet scheint für uns alle „unsichtbar“ und doch ist es da und „lebt“ auf Kosten unserer Ressourcen. Es ist wichtig, sich vor Augen zu führen, wie wir mit diesem ressourcenintensiven Giganten umgehen und in Zukunft umgehen wollen, denn eins scheint sicher: Das Internet wird weiter wachsen...

Weiterführende Links:

World Bank: Green Data Centers: Towards a Sustainable Digital Transformation

Autor: Benjamin Klein (Projektleitung & Konzeption Online)

Katja Karina Kapelle

Katja schreibt, konzipiert und kontaktet im publicgarden. Hier bloggt sie zu Themen und Fragestellungen aus der Projektarbeit, die für Kunden im Print- und Onlinebereich immer wieder relevant sind.

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Katja bei publicgarden