Verbände: Redaktionsplan für Social Media

24.07.2019 – Katja Karina Kapelle

Komplexe Themen einfach und verständlich zu kommunizieren. Das ist die wohl wichtigste Aufgabe für jemanden, der sich mit sozialen Medien beschäftigt und redaktionell dafür zuständig ist.

Teasermotiv | Grafik ©publicgarden

Starke Titel, kurze Beschreibungen und leicht zu merkende Hashtags sind das A und O eines erfolgreichen Social-Media-Managements. Ein Redaktionsplan hilft den Überblick über die Themen, die Termine und auch die unterschiedlichen sozialen Netzwerke zu behalten. Einige machen den Fehler, die gleichen Inhalte in allen Medien zu kommunizieren. Interessant wird man aber als Verband erst, wenn man durch einen besonders kreativen Zugang auf Facebook oder Instagram auffällt. Sei es mit Serien von Postings, die durchaus auch mal einen humorvollen Charakter haben können. Oder spannenden Hinter-den-Kulissen-Fotos und -Anekdoten.

Bevor Sie einen Redaktionsplan erstellen, sollten Sie sich überlegen, was Ihre Zielgruppen eigentlich von Ihnen wissen und hören wollen. Interessieren sie Statements, Berichte von Veranstaltungen, Artikel aus den Medien oder simple Werbesprüche? Analysieren Sie zunächst, wie Ihre bisherigen Beiträge angekommen sind. Wie viele Likes oder Kommentare hatten sie? Wurden sie überhaupt geteilt?

Ein erfolgreiches soziales Medium lebt durch die Interaktion mit den Nutzern. Nur wenn ein Beitrag ein Like oder noch besser einen Kommentar bekommt, sieht man, dass der Beitrag gut ankommt und die Menschen bewegt aktiv zu sein. Übrigens war es nie einfacher aktiv zu sein. Früher musste einer noch auf die Straße, um die eigene Überzeugung den anderen mitzuteilen. Heute reicht manchmal ein Posting aus, das dann im besten Fall Millionen erreichen kann. Dieses Posting wird dann viral. Für einen Verband bedeutet das: Wenn Sie eine Kampagne mit starken Aussagen haben und damit interessante Beiträge machen, wo auch die Bildsprache stimmt, können Sie eine große Zahl von Menschen erreichen.

Manchmal kann es aber auch vorkommen, dass Sie mit einem Shitstorm fertig werden müssen. In den sozialen Netzwerken kann es leicht passieren, dass aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird. Insbesondere bei sensiblen Themen. Daher sollten Sie unbedingt auch für mögliche Krisensituationen vorbereitet sein. Wichtig ist es, auf die Kritik einzugehen und falsch verstandene Aussagen umgehend richtigzustellen. So können auch verärgerte Follower milde gestimmt werden.